Markdorf macht schon immer Zukunft. Auch klimafreundliche Zukunft. Beispiele sind: das erste solare Bürgerdach im Jahr 2004, die Umrüstung auf LED Strassenbeleuchtung in den letzten Jahren oder die Bewerbung um den European Energy Award 2019.
Aber auch die Bürgerinnen und Bürger machen Zukunft. Viele investieren in klimafreundliche Heizsysteme, überdenken ihre Mobilitätsgewohnheiten, unterstützen Initiativen wie beispielsweise die Klimademo zum globalen Klimastreik der FFF im September 2019 mit einer beispiellosen Beteiligung von über 1.300 Menschen.

Mit der Videoreihe möchten wir die Initiativen und Leistungen von Bürgerinnen und Bürgern, Initiativen, Unternehmen oder Stadtverwaltung vorstellen und in Austausch bringen. 

Unser Ziel ist es, eine Atmosphäre der Klimafreundlichkeit zum alltäglichen und für Jede*n relevanten, notwendigen und inspirierenden Thema zu machen. Markdorferinnen und Markdorfer gestalten einerseits ganz privat ihre eigene klimaneutrale Zukunft und unterstützen andererseits Klimaanstrengungen von Initiativen, Organisationen und Politik. Akteure sind Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, die Stadtverwaltung sowie Initiativen und Organisationen. Dies möchten wir transparent machen und den Austausch fördern und intensivieren. 

Markdorfer gestalten ihre eigene klimaneutrale Zukunft...

Ca. 10% des CO2-Ausstoßes wird direkt durch die Haushalte und Konsumenten erzeugt. Also durch Alltagsgestaltung und einfache private Entscheidungen. Es mangelt hier nicht an pragmatischen und leicht zugänglichen Beispielen, wie z.B.: den Stromanbieter wechseln, zu einer klimaneutralen Bank wechseln, den Wurst- und Fleischkonsum deutlich reduzieren, regionale und unverpackte Erzeugnisse kaufen, auf Flugreisen verzichten, das Auto weniger und effizienter nutzen, möglichst viele Besorgungen in der Stadt mit Fahrrad oder zu Fuß zu erledigen, Einkaufsgemeinschaften und Fahrgemeinschaften gründen, eine PV-Anlage aufs Dach bauen oder an Solardachaktionen teilnehmen, den Lichtschalter häufiger betätigen, das Heizungsthermostat um 1-2 Grad absenken und vieles mehr.

Natürlich spielen Wohnumfeld, familiäres Umfeld, der Geldbeutel, die Arbeitssituation und viele weitere Faktoren eine wichtige Rolle. Aber man könnte auch sagen: für jeden ist hier was dabei.


...und unterstützen Klimaanstrengungen von Initativen, Organisationen und Politik

Beispielsweise verfolgt der Verein und die Initiative GermanZero das ambitionierte Ziel, unter Einbeziehung von Wissenschaftlern, Wirtschaft, Juristen und Politikexperten die Vorlage für ein Klimagesetz zu erarbeiten, welche zur Bundestagswahl 2021 vorlage- und zustimmungsfähig sein wird.
Dieser Gesetzentwurf aus Bürgerhand wird im Herbst 2021 an die Politik kommuniziert: Zehntausende Mitwirkende in Kommunen und Wahlkreisen übermitteln das Bürgerklimagesetz an alle Bundestagsabgeordneten und -kandidierenden – persönlich und nachdrücklich. Am Ende wird es für jede Abgeordnete und jeden Abgeordneten eine einfache „Ja oder nein?”-Frage sein, zu der er oder sie sich bekennen müssen: Ja oder nein zu unserer Zukunft und einer lebenswerten Erde für kommende Generationen.


Das Bild entstammt der beispielhaften Initiative German Zero e.V.